Botschafter_Innen 2016

Maik PetzoldMaik Petzold
Ehemaliger deutscher Triathlet
„Demokratie ist eine der größten Errungenschaften der Nachwendezeit! Genau deshalb möchte ich als ehemaliger Profisportler und Weltenbummler diese 1. Bautzener Demokratiewoche unterstützen. Viele meiner Reisen in fremde Länder und Kulturen haben mir gezeigt, dass es das höchste Gut auf Erden ist, in Frieden zu leben. Nur wenn wir uns dessen bewusst sind, können wir über die Tendenzen der Neuzeit fair urteilen. Wer würde nicht die Flucht ergreifen, wenn Rechtssicherheit und die Unversehrtheit von Leib und Seele in Gefahr sind? Unsere familiären Wurzeln sprechen zumeist die gleiche Sprache, das sollte uns stets bewusst sein, wenn wir über fremde Menschen urteilen. In diesem Sinne wünsche allen Ausstellern, Gästen und Besuchern aus Nah und Fern ein positives Erleben unserer Gastfreundschaft!“
Dr. PfeiferDr. med. Carsten Pfeifer
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
„Wer demokratische Grundwerte achtet, ist immer willkommen. Wie arm wäre unser Leben ohne die Einflüsse fremder Kulturen!“
Matthias KnaakMatthias Knaak
Fraktionsvorsitzender der CDU Fraktion, Stadtrat
„Das gemeinsame "Miteinander" in unserer Stadt Bautzen ist mir sehr wichtig und muss viel stärker gelebt werden. Die 1. Bautzener Demokratiewochen bieten eine gute Gelegenheit, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Ich fordere jeden Einwohner auf zu bürgerschaftlichem Engagement – sei es z. B. der Nachbarschaftshilfe, als auch in der Vereinsarbeit oder in der Kirchgemeinde. Jeder kann und muss mittun, dass das Leben in unserer Stadt lebenswert ist. Warten auf das Tätigwerden anderer reicht nicht aus. Als Bautzener Stadtrat gebe ich natürlich "meinen Senf dazu" - jede Woche neu!“
Roland FleischerRoland Fleischer
Fraktionsvorsitzender der SPD Fraktion, Stadtrat
„Demokratische Grundwerte wie die Würde des Menschen, Toleranz, Respekt, Meinungs- und Pressefreiheit, Asylrecht, Glaubensfreiheit etc. sind mir, gerade auch in Bautzen, wichtig.

Da sie die Grundlage für ein gedeihliches Zusammenleben in dieser Stadt sind.

Da sie Beteiligung am Geschehen der Stadt ermöglichen und somit den Menschen das Gefühl vermitteln können, Teil des Ganzen zu sein.

Da sie Kompromissbereitschaft fordern und auch zulassen.“
Da sie die Voraussetzung für sozialen Ausgleich sind und
selbstverständlich auch die Pflicht signalisieren, sich einbringen zu müssen."
SchoenherrKirsten Schönherr Geschäftsführerin der Bautzener Wohnungsbaugesellschaft"Bautzen ist Vielfalt, ist 1000 jährige Geschichte, ist sorbische Tradition, ist Symbol politischer Gewaltherrschaft, ist eine neu entstandene historische Altstadt, sind moderne Gebäude und lebendige Stadtquartiere.

Die Bautzener haben es in der Hand Toleranz und Vielfalt zu stärken: Sich aktiv einzubringen, sich verantwortlich zu fühlen und einen Beitrag für ein friedliches und respektvolles Miteinander zu leisten."
GießlerMarkus Gießler
stellv. Kreisvorsitzender AWO Bautzen
"Die Arbeiterwohlfahrt leistet Hilfe zur Selbsthilfe, setzt sich für soziale Gerechtigkeit ein und fördert ehrenamtliches und bürgerschaftliches Engagement. Darum ist es selbstverständlich, dass sich die AWO an den 1. Bautzener Demokratiewochen beteiligt und ich mich als stellvertretender AWO-Kreisvorsitzender und Botschafter für ein gutes Gelingen einsetze.

Ich bin Bautzener und stolz darauf, zu eben jenen zu gehören, die sich für andere Menschen einsetzen, Menschlichkeit, Toleranz und Solidarität offen leben und zeigen. Meine Heimatstadt muss friedlich, solidarisch und lebenswert für jung und alt bleiben, dafür müssen wir alle mehr miteinander reden und näher zusammenrücken. Gemeinsam für Bautzen."
VogtKarsten Vogt
Schulleiter am Philipp-Melanchthon-Gymnasium Bautzen und Stadtrat der CDU in Bautzen
"Demokratie heißt für mich andere Meinungen zu akzeptieren und kritisch zu hinterfragen. Das gilt in Bautzen und überall."
StatnikDawid Statnik
Vorsitzender der Domowina in Bautzen
"Wir leben in einer Gesellschaft der Unterschiede. Diese kann man als Reichtum verstehen, wenn man sich der Erfahrung neuer Themen öffnet.

Wir sind in der Mitte Europas und längst haben die Weltgeschehnisse Einfluss auf unseren Alltag gewonnen. Dem müssen wir uns stellen und positive Wege in die Zukunft finden.

Gesellschaft ist das Produkt aller Denkrichtungen – so müssen wir auch Handeln, um weiter eine menschenfreundliche Stadt zu bleiben."
AlbersDirk Albers Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Bautzen"Gib deinen Senf dazu! - das Leben unserer Demokratie ist eine tägliche Herausforderung. Das gelingt nur, wenn die Menschen sich gegenseitig respektieren und auch andere als die eigene Meinung zulassen.

Masaryk, erster Staatspräsident der Tschechoslowakei, hat einmal gesagt: "Demokratie bedeutet Diskussion: die Menschen fangen an, Argumenten, nicht der Willkür oder gar Gewalttätigkeit zu folgen? Aber echte Diskussion ist nur dort möglich, wo die Menschen einander vertrauen und redlich die Wahrheit suchen. Demokratie ist ein Gespräch zwischen Gleichen, die Erwägung freier Bürger vor der ganzen Öffentlichkeit."

Ich bin überzeugt, wir hier in Bautzen können einander vertrauen. Das versetzt uns in die Lage, Demokratie zu leben.
Die 1. Bautzener Demokratiewochen werden dazu beitragen."
matthias_klemmMathias Klemm
Regionsgeschäftsführer des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Ostsachsen
„Demokratie verkümmert, wenn wir sie nicht täglich ausüben und trainieren: in der Schule, im Betrieb, in der Kommune.
Zur Wahl zu gehen ist gut; genauso wichtig ist es, selbst Verantwortung zu übernehmen und sich zur Wahl zu stellen.“
P.-P. StraubeDr. Peter Paul Straube Rektor am Bischof Benno Haus, der Katholische Bildungsstätte und Tagungshaus des Bistums Dresden-Meißen"Der Erziehungswissenschaftler Hartmut von Hentig hat einmal lebensnotwendige Maßstäbe für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft formuliert:

Abwehr von Unmenschlichkeit; die Wahrnehmung von Glück; die Fähigkeit und der Wille, sich zu verständigen; ein Bewusstsein von der Geschichtlichkeit der eigenen Existenz; Wachheit für letzte Fragen und Bereitschaft zur Selbstverantwortung und Verantwortung in der res publica, für das bonum commune.

Diese Grundsätze können weltanschauungsübergreifend den Menschen als mündigen Bürger hinsichtlich seiner Selbstbestimmungsfähigkeit, seiner Mitbestimmungsfähigkeit und seiner Solidaritätsfähigkeit sensibilisieren und ermutigen. Denn der Mensch lebt nicht für sich allein – zum gelingenden Menschsein gehören andere Menschen, auch und gerade Fremde und Migranten, auch und gerade in Bautzen."